Studieren wo andere Urlaub machen

Matze und Dennis in Durban

 
18November
2014

DANKE

Pünktlich am 11.11 um 12 Uhr Mittags sind wir wieder in Zürich gelandet. Nachdem wir in London am Flughafen noch in Kurzerhose den 4 Stündigen Zwischenstopp verbrachten, beschlossen wir für Zürich dann die lange Hose auszupacken. Es  war ganz klar die bessere Entscheidung! Es reicht ja wenn die Engländer uns für bekloppt halten weil wir im Winter bei 12°C  mit Badehose und FlipFlops durch den Flughafen laufen, dann müssen das nicht auch noch die Schweizer.

AbflugAnkunft

Nach einer Woche Aklimatisierungsurlaub sind wir beiden jetzt wieder tatenkräftig in den Arbeitsalltag gestartet (ist gar nicht so einfach nach  so einer langen Zeit;)). Daher fühlen wir uns nun auch in der Lage unseren Abschlussbericht zu verfassen!

Die Zeit in Südafrika und speziell in Durban ist wahnsinnig schnell für uns vorbei gegangen. Die vielen Erlebnisse und Reisen haben diese Zeit für uns einzigartig gemacht. Viele Geschichten werden wir noch oft und gerne erzählen und immer wieder an die hammer Zeit zurückdenken.

An dieser Stelle möchten wir uns natürlich noch bei ein paar Menschen bedanken die unsere Zeit so unbeschreiblich gemacht haben. Als erstes natürlich unsere Eltern die immer an uns gedacht haben und auch mit Rat und Tat in einzelnen Situationen zur Seite standen. Sie haben uns auch nie vergessen lassen wo unser Zuhause ist und uns so die Heimkehr auch erleichtert.

Die Zeit in Durban haben vorallem unsere deutschen Studentenkollegen geprägt. Tobi, Angi, Rebecca, Julia, Dani, Fabi und Steffi. Es ist einfach der Wahnsinn wie schnell sich in einem fremden Land für diese Zeit ein neuer Freundeskreis aufgebaut hat. Wir waren einfach von Anfang an auf einer Wellenlänge und ohne euch wäre das Auslandssemester nicht zu dem geworden was es jetzt für uns ist. Hoffentlich verliert sich der Kontakt nicht und wir treffen uns auch mal im kalten Deutschland:)

Der letzte Dank geht an die Personen die uns während unseres Aufenthalt besucht haben. Mit Malte auf der Krüger Park-Tour und Matze, Sabi und Max auf der Kapstadt-Tour hätte einfach nicht besser sein können. Wir haben so viel zusammen erlebt und vorallem noch viel mehr zusammen Spaß gehabt. Es war nie langweilig mit euch und kein Vorfall konnte uns die Stimmung versauen. Solche Reisegruppen wünscht man sich einfach! Immer Abenteuerlustig! Die Zeit die wir mit euch erlebt haben ist einfach nur sehr schwer in Worte zufassen!

Nicht zu vergessen seid natürlich IHR. Unsere aufmerksamen Blog leser. Anfangs haben wir immer gesagt: den Blog schreiben wir für uns, dann haben wir später mal ein Andenken. Doch als wir dann in der Statistik gesehen haben, wie viele Menschen an unserer Reise interesse hatten, waren wir schon ein wenig Baff. Mit einem guten Durchschnitt von 20 Besuchern am Tag hätten wir nie gerechnet. Und vorallem über die vielen Kommentare haben wir uns immer wieder gefreut und uns auch ein bisschen motiviert diesen Blog bis zum Ende durchzuziehen. Denn es war wirklich zeitaufwendig und manchmal auch nervenaufreibend, wenn man an einem Abend vier Stunden Blog schreibt. Doch wir haben es geschafft und sind mit unserer Schreiberei am Ende.

Nochmals vielen DANK an alle

Matze und Dennis

10November
2014

Das Finale: Kapstadt

Mit ein bisschen Verspätung durch die schon beschriebenen Kopfschmerzen von der Weinprobe kamen wir am Dienstag nach 3000 zurückgelegten Kilometern an unserem Ziel der Reise an: Kapstadt. Nachdem wir in unserem Backpackers in der bekannten Partystraße Long Street eingecheckt hatten machten wir uns auf den Weg die Stadt zu Fuß zu erkunden. Bei schönem Wetter zeigte sich die Stadt von der besten Seite und man konnte gleich rießen Unterschiede zu Durban erkennen. Erstens gibt es hier lang nicht so viele Kulturen die aufeinander treffen und auch der Anteil der Weisen Bevölkerung ist in Kapstadt wesentlich höher als in Durban. Generell kann man sagen, dass Kapstadt sehr westlich angehaucht ist, wenn man es mit dem Rest vergleicht. Nach ein paar Kilometer zu Fuß kamen wir dann an der V&A Waterfront an.

Tafelbergbild

Wir schauten uns ein wenig um und genoßen dann noch ein Kaffee direkt an der Hafenpromenade. EIn echt cooler Teil der Stadt der durch viele verschiedene Restaurants, Shoppingmöglichkeiten und live Musik seinen Charm verliehen bekommt. Den Tag rundeten wir dann noch durch eine kleine Party im nahegelegenen Irish-Pub ab.

Robben Island

An unserem zweiten Tag stand dann mal wieder ein wenig südafrikanischer Geschichtsunterricht auf dem Programm. Wir buchten eine Tour auf die bekannte Gefängnisinsel Robben Island, die direkt vor Kapstadt liegt. Vorallem durch Nelson Mandela der von 1964-1988 seine Haft als politischer Gefangenener hier absaß ist die Insel auf der ganzen Welt bekannt. Nach einer rund einstündigen Bootsfahrt bei fast zu gutem Wetter und mit einer perfekten Sicht auf Kapstadt kamen wir am Gefängnis an.

Robben Island

Hier begrüßte uns ein ehemaliger Gefangener, der uns über die Insel führte. Das machte die Sache umso interessanter. Er erzählte viel über das Leben auf der Gefängnisinsel (er war insgesammt 5 Jahre inhaftiert) und auch über die Apartheit. Besser kann eine solche Geschichtstunde nicht sein, denn man merkte sofort, dass in allem was er sagte sein ganzes Herzblut steckte.

ehemaliger Gefangener und GuideZelleZelle

Zum Abschluss zeigte er uns noch Mandelas Zelle. Er wurde als einer der politischen Führer in einer Einzelzelle festgehalten und nicht wie andere Häftlinge in Gemeinschaftszellen.

Mandelas ZelleMandelas Zelle

Eine kurze Busfahrt über die Insel brachte uns dann noch zu einem Ort, von dem man wohl eine der besten Aussichten auf Kapstadt hat.

KapstadtKapstadt

Ein sehr gelungener Tagesausflug mit vielen Eindrücken und Erkenntnisen über die wohl prägensten Zeiten Südafrikas und ihre Helden.

Kap der guten Hoffnung

Da Kapstadt einige Sehenswürdigkeiten zu bieten lagen wir auch am zweiten Tag nicht faul auf der Haut und machten uns mit dem BazBus auf zu einer Stadtrundfahrt. Erster Stop war Hout Bay, ein kleiner Ort südlich von Kapstadt. Hier tauschten wir für ca. eine Studen unseren Bus durch ein Boot aus und fuhren raus zum Duiker Island, ein Fels auf dem sich eine Robbenkolonie nierdergelassen hat.

BootsfahrtDuiker Island

Wie Max so schön sagte sind Robben die Hunde der Meer, geruchstechnisch zwar auf dem gleichen Niveu wie die müffelden Pinguine, dies entschädigten sie aber durch akrobatische Einlagen im Wasser. Nach der Seefahrt ging es in ungewohnt schnellem Tempo weiter über den Chapmans Peak drive, eine Küstenstraße die in drei Jahren Arbeit in den Stein gemeiselt wurde.

Chapmans Peak driveChapmans Peak drive

Das Ende dieser malerischen Straße fürhte uns nach Simons Town. Auch hier hätten wir die Möglichkeite gehabt, afrikanische Pinguine aus nächster Nähe zu betrachten. Aber wie man eventuell schon bemerkt hat, entwickelten wir eine gewisse Abneigung zu diesen Tieren und gaben uns mit einem kurzen Blick aus der Ferne zufrieden. Danach folgte etwas Sport, eine ca. fünf Kilometer lange Radtour durch das Cape Point Nature Reserve. Eine nette Abwechslung, leider etwas kontroproduktiv zur Burger-Bierdiät. (Wurde aber am Abend durch einige zusätzlichen Biere wieder ausgeglichen).

Vorletzter Stop war der Capepoint, welcher sich in einem Leuchtturm auf einer Anhöhe wiederspiegelt. Da die Straße nur bis an den Fuße des Hügels reichte, mussten die letzten Höhenmeter zu Fuß bewältigt werden. Der Ausblick auf das Kap der guten Hoffnung entschädigte aber die köperlichen Strapazen.

Cape PointKap der guten Hoffnung

Nachdem wir es schon von weitem erkennen konnten, brachte uns der letzter Stopp dann auch direkt zum Kap der guten Hoffnung. Ein atemberaubender Ort welcher sich durch das wohl bekannteste Schild der Welt auszeichnet. Auch wir liesen es uns nicht nehemen uns davor ablichten zu lassen. Der südwestlichste Punkt Afrikas war auch gleichzeitig das Ende unseren ganztägigen Trips.

Kap der guten Hoffnung

Da es schon der letzte gemeinsame Abend unserer Reisegruppe war, kam für das Abendessen natürlich nur ein besonderes Restaurant in Frage. Das Mama Africa, was nur mit Reservierung zu Besuchen ist, bot ein angemessenes Ambiente. Erwähnenswert war die gemeinsam bestellte Grillplatte, die folgende Tiere in essbarer Form enthielt: Krokodil, Warzenschwein, Kudu, Strauß, Wild und Springbock. Bis auf Krokodil alles sehr zu empfehlen.

Mama AfrikaAbschlussessen

Den letzten Tag zusammen mit unseren Reisebegleitern wollten wir eigentlich mit einer Fahrt auf den Tafelberg krönen. Leider hatten noch ungefähr 1 Millionen andere Touristen den gleichen Plan und so machte eine endlose Schlange vor den Ticketschaltern unseren Plan zu Nichte.

Schlange

Dies konnte aber die Stimmung nicht Trüben, da durch den Ausfall noch Zeit blieb ein letztes Mal gemeinsam Burger essen zu gehen. An dieser Stelle nochmal ein riesen Dank an unsere drei Begleiter Sabi, Max und Matze. Besser hätte unser Aufenthalt in Südafrika einfach nicht abgeschlossen werden können. Es waren unbeschreibliche drei Wochen die wie im Flug vergingen. Mit euch drei hat einfach alles gepasst!!!

Reisegruppe

Tafelberg

Aber keine Angst das Wahrzeichen von Kapstadt haben wir natürlich nicht ausfallen lassen. Am Sonntagmorgen nach einer ausgiebigen Abschlussfeier mit ein paar zufällig getroffenen deutschen Studenten aus Durban machten wir uns etwas später als geplant auf zum Tafelberg. Mit dem Cable-Car ging es dann hoch auf den flachen Berg. Obwohl es von unten aussah als ob direkt im Berg viele Wolken hängen hatten wir eine schöne Aussicht auf Kapstadt.

Tafelberg TafelbergTafelberg

Lions Head

An unserem letzten Abend auf südafrikanischem Boden bezwangen wir den Lions Head.

AufstiegAufstieg

Ein kleiner spitzer Berg vor dem Tafelberg mit einer 360 Grad Sicht über Kapstadt den Tafelberg und die umliegenden Stränden. So ging am gestrigen Abend, durch den perfekten Sonnenuntergang versinnbildlicht, unsere Zeit in Kapstadt und damit in Südafrika zu Ende. Viel besser kann man diese Zeit einfach nicht abschließen.

Lions Head
SunsetSunsetKapstadt

Jetzt geht es ab zum Flughafen und nicht nur mit Wehmut sondern auch mit Vorfreude zurück nach Hause. Mit diesem Eintrag geht zwar unser Reisetagebuch zu Ende, aber komplett abschließen werden wir diesen Blog von Zuhause mit einem kleinen Abschlussbericht. Bis Morgen

Matze und Dennis

03November
2014

Die Garden Route mit ihren Höhen und Tiefen

Das Thema Höhen und Tiefen hat uns in den letzten Tagen immer wieder begleitet. Doch keine Angst, hier geht es nicht um die Höhen und Tiefen unserer Stimmungslage, denn die war immer bestens:) WIe es halt im Urlaub so sein muss. Wir werden es an den passenden Stellen dieses Blogeintrags immer wieder aufgreifen.

Oudtshoorn

Nach dem wir die letzten Tage und Wochen meist durch das Meerrauschen aufgewacht sind, zog es uns zur Abwechslung mal wieder in die Höhe. Es ging nach Oudtshoorn, ein kleines gemütliches Örtchen im Swartberggebierge. Direkt am ersten Tag befuhren wir den bekannten Swartbergpass. Eine sogenannte Dirt Road (oder auf Deutsch. Schotter Straße) führt von Oudtshoorn über den genannten Pass nach Prince Albert. Das besondere war diesmal, dass wir die Tour trotz schlecht ausgebauter Straße mit unserem eigenen Auto machen konnten, was aber mich (Matze) als Fahrer einige male vor eine kleine Herrausforderung stellte. Kurzes Zitat des Tages: Wohl die schönste Strecke die ich jemals selber fahren durfte.

Swartbergpasss 
SwartbergpassSwartbergpassSwartbergpass

Nach einem kurzen Mittagsessen in Prince Albert fuhren wir wieder zurück Richtung Oudtshoorn. Doch auf viele Empfehlungen nahmen wir hier nicht den gleichen Weg zurück, sonder wählten die etwas längere Strecke, die an einem Wasserfall vorbei führte. Dort legten wir natürlich einen Stopp ein um vorallem das geniale Wetter mit Rund 30 Grad genießen zu können. Da am Morgen keiner damit gerechnet hat, dass wir auf der Fahrt die Möglichkeit haben uns abzukühlen, zogen wir alle normale Jeans und keine Badehosen an. Doch das konnte uns naürlich nicht davor zurückhalten von einem kleinen Felsvorsprung in den Pool unter dem Wasserfall zu springen.

WasserfallWasserfall

Diese Tagestour war eine echt gute Abwechslung von dem Meeralltag und zeigte vorallem auch unseren Reisebegleitern die landschaftliche Vielfalt Südafrikas. Der Tag konnte dann mit einem perfekt gegrillten Straußensteak abgerundet werden.

Straußenfarm

Da in Oudtshoorn besten Bedingungen zur Straußenzucht herrschen gibt es dort einige große Straußenfarmen. Die meisten von ihnen bieten kurze, geführte Touren für Besucher an. Da wir abends zuvor schon Strauß auf dem Teller hatten, was übrigens sehr lecker ist, wollten wir heute diese Tiere in lebendiger Form betrachten. Dazu besuchten wir eine der erwähnten Farmen. Nach ein paar kurzen Informationen zu den Federn, der Brutzeit usw... ging es zum Gehege.

Straußenfamilie

So einen Strauß in Lebensgröße betrachtet man dann doch etwas anders, als das kleine medium gebratene Steak. Trotz eines gewissen Respekts nutzen wir die gebotene Möglichkeit und fütterten die Tiere. Was darauf folgte nahm die Bauchmuskeln aller Beteilligten gewaltig in Anspruch, denn dieser Moment wurde zum witzigsten der letzten drei Wochen gekürt. Das Straußenreiten. Leider konnten nicht alle von uns diesen Spaß mitmachen, da man als Straußenreiter ein Kampfgewicht in Höhe von 75 kg nicht überschreiten darf. Das war mein Aus! (Dennis) Dank meiner konsequenten Burger-Bierdiät schaffte ich es unter diese Grenze zu fallen (Matze) und machte mich auf um als einer der besten Straußenreitern in die Geschichte einzugehen. Dies gelang mir zwar nicht ganz, dafür hatte ich, wie die anderen eine Menge Spaß.

Straußenreiter MatzeStraußenreiter Matze

Für die etwas leibigeren unter uns, die die Burger-Bierdiät einfach nicht konsequent genug durchgezogen haben (Hallo es ist Urlaub!!!), blieb immer noch die  Nackenmassage. Eigentlich habe ich (Dennis)  gedacht ich bekomme eine Massage von unserem gutaussehenden weiblichen Guide, doch spätestens als ich einen Eimer mit Kraftfutter in die Handgedrückt bekam wusste ich, dass ich falsch lag. Ich stellte mich mit dem Eimer an das Gehege und musste nicht lange warten, bis die Straußen wie wild über meinen Nacken in den Eimer pickten. Die sogenannte Nackenmassage.

Massage

De Hoop National Park

Doch nach zwei Tagen in den Bergen vermissten wir das Meer schon ein wenig. Also fuhren wir wieder in die Tiefe nach Mossel Bay. Diese Station legten wir ein, um Matze Meier und Max auch aus dem Flugzeug springen zusehen. Doch leider spielte das Wetter nicht mit und der Sprung wurde kurzfristig abgesagt. Also ging es nach einer weiteren Nacht in Swellendam in den, für seine schönen Sanddünen bekannten, De Hoop National Park. Auch an diesem Tag spielte das Wetter nicht mit und wir mussten sogar ein Pulli anziehen:). Davon ließen wir uns aber die schöne Natur nicht versauen, auch wenn der Besuch dieses National Parks wohl dadurch etwas verkürzt ausgefallen ist.

Lonely ManDe HoopDe Hoop

Auf unserem Weg Richtung Hermanus lag dann noch der südlichste Zipfel Afrikas. Das Cape Aghulas. Hier soll man bei perfektem Wetter sehen wie der indische Ozean auf den Atlantik trifft. Wie schon gesagt war das Wetter nicht das beste und daher blieb uns dieser Anblick verwehrt.

two Oceans

Hermanus

Der wohl beste Ort der Welt um Wahle zu beobachten war unser nächster Stopp auf der Garden Route. Schon von Land aus konnte man die southern right whales beobachten (Deutsch: südlicher Glattwal). Doch um sie in voller Pracht und aus nächster Nähe bewundern zu können begaben wir uns morgens um 7 Uhr (Ja für uns existiert diese Uhrzeit auch im Urlaub) auf ein Boot. Anfangs zeigten sich die Riesen aus den Tiefen des Ozeans zwar nur an der Wasseroberfläche und man konnte sie aus einer gewissen Entfernung erahnen, doch dann trafen wir auf eine Walmutter mit ihrem Kalb. Das Kalb war sehr spielfreudig und fand Spaß daran immer wieder um unser Boot zu schwimmen und an verschiedenen Stellen aufzutauchen. Sogar der Kapitän war darüber erstaunt und packte seine eigene Kamera aus.

Wal WalWale

Stellenbosch

Endlich spielte auch das Wetter wieder mit. Um dies zu nutzen machten wir auf dem Weg zu unserer letzten Station vor Kapstadt zwei Stopps. Die Straße führte uns entlang der Küste und vorbei an dem Stony Point, das Zuhause von den Jackass Pinguinen. Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Hier muss man auf jeden Fall festhalten, dass diese ach so süßen Tiere unglaublich stinken.

PinguinPinguine

Um uns von diesem Gestank zu erholen beschlossen wir noch ein paar Stündchen an einem nahe gelegenen Strand zu verbringen. Doch da wir nicht mehr am warmen indischen Ozean, sondern mittlerweile am kalten Atlantik angekommen waren und die Sonne mit ihrer vollen Kraft strahlte hielten wir es nicht allzu lang am Strand aus.

Strand:)

Am Abend ereichteten wir dann die Studentenhochburg Stellenbosch. Da für den nächsten Tag eine Weintour geplant war ging es früh ins Bett.

Weintour

Den heutigen Tag widmeten wir ganz der lokalen Weinkultur. Frühmorgens so gegen 10:30 Uhr wurden wir an unserem Hostel abgeholt und steuerten auch direkt das erste Weingut an. Das erste von insgesamt vier. Nach einer kurzen Fürhung durch die Produktion und den Weinkeller wurden uns sechs alkoholreiche Traubensäfte serviert, die die Stimmung direkt sichtlich steigerten.

WeinkellerWeintester

Auf dem folgenden Weingut wurde die Führung dann gleich weggelassen und es ging direkt zur Probe. Unterbrochen wurde diese von einer Käseverköstigung.

Weintester

Nach einem kleinen Mittagssnack trugen die letzten beiden Stationen noch erfolgreich dazu bei den Promillepegel sowie die Stimmung in die Höhe zu katapultieren. Und getreu unserer Blogüberschrift folgt nach den vorabendlichen weinbedingten Höhenflug, am nächsten morgen ein weinbedingtes Tief, welches sich durch dezente Kopfschmerzen widerspiegelte.

Jetzt ruft noch das letzte Hoch unserer Reise: Kapstadt! Wir melden uns:)

28Oktober
2014

Adrenalin pur

Die letzten Tage standen unter dem Motto: je mehr Adrenalin desto besser! Dabei war eine klare Steigerung zu erkennen, die am Montag ihren absoluten Höhepunkt erreichte. Fangen wir aber mal gemütlich mit der ersten Aktion an…

Elefanten reiten nahe Port Elizabeth

Unser Weg von Chintsa nach Port Elizabeth führte uns an einer Elefanten Aufzuchtstation vorbei. Diese Gelegenheit nutzten wir für eine sehr ungewöhnliche Fahrpause. Nach kurzer Begrüßung und Einführung durch einen Guide erwarteten uns 4 Elefanten. Da der liebe Herr Ketterer behauptete: Ich bin in Thailand schon Elefanten geritten, das muss ich hier nicht nochmal machen!, drückte er sich vor diesem Abenteuer. Doch insgeheim verfolge ich (Dennis) zwei Theorien: entweder er hatte einfach unglaubliche Angst oder (was ich eher glaube) er weiß einfach, dass er zu schwer für diese zierlichen Geschöpfe ist. Aber das lassen wir an dieser Stelle einfach mal so stehen...

Also durfte ich (wiederum Dennis) diese Erfahrung mit unseren anderen drei Begleitern teilen. Nach dem rund 20 minütigen Ritt war ich nicht nur über sämtliche Elefanteneigenschaften aufgeklärt, sondern weiß jetzt auch bestens über die Fußballvorlieben meines Guides Bescheid.

Elefantenreiten

Anschließend hatten dann alle fünf die Möglichkeit die Elefanten zu füttern und zu streicheln. Verrücktes Erlebnis diese riesigen Tiere so nah und in voller Aktion zu erleben.

ElefantenElefantenElefanten

Addo Elephant Park

Da unser Besuch bisher das Erlebnis einer Safari noch nicht mit uns teilen konnte, beschlossen wir einen Abstecher in den drittgrößten National Park Südafrikas zu machen. In diesem Park kann man auch die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard) antreffen. Doch wir erwarteten eher viele Elefanten und wenige Wildkatzen. Vorab können wir sagen der Park wurde für uns nicht seinem Namen gerecht: Wir sahen keinen einzigen Elefanten. Doch damit konnten wir ganz gut leben, denn neben den alten Bekannten wie Büffel und Zebras…

BüffelZebras

…trafen wir auch auf unerwartete Bewohner des Parks. Die am Morgen angekündigten Löwen-Seher-Hose von Dennis und Löwen Seher Buchse von Matze machten ihrem Namen aller Ehre. Auf unserer zweistündig geführten Safari war unser Ranger darauf fokussiert die Löwen zu finden, die bereits am Vortag gesichtet wurden. Was ihm auch trotz schlechter Wetterbedingungen gelang. Zuerst konnte man sie zwar nur im hohen Gras erahnen…

Löwen

…doch als der Ranger dann weiter in das Gelände fuhr und ein kleines Geräusch von Max (Miaaauuu) die Löwen aufschrecken lies,

LöwenLöwen

konnten wir die Tiere in ihrer vollen Pracht und aus nächster Nähe bestaunen. So viel Glück muss man bei einer zweistündigen Safari erst einmal haben.

LöwenLöwen

Storms River

Langsam nähern wir uns dem Highlight…

Als wir Samstagabend in Storms River ankamen hofften wir auf ein paar feierlustige Mitbewohner im Backpacker, diese blieben allerdings auf Grund der Nebensaison aus und so verbrachten wir einen eher entspannten Abend bei ein paar Getränken in unserer kleinen Reisegruppe. Den nächsten Tag ließen wir dann gemütlich angehen. Nach dem Frühstück entschieden wir eine Zipline-Tour im angrenzenden Tsitsikamma-Nationalpark zu unternehmen. Die verschiedenen Ziplines verliefen entlang einer kleinen Schlucht mit Wasserfall. Aus dem angepriesenen 1-2 Stunden Erlebnis wurde am Ende zwar nur ein halbstündiges, trotzdem hat die Tour allen eine Freude bereitet.

Zipline TourZipline Tour

Nach vielen anheizenden und aufregungssteigernden Sprüchen erreichten wir am folgenden Tag das bisherige Highlight unserer Reise nach Kapstadt. Nach ausgiebigem Frühstück fuhren wir manche mehr oder weniger gelassen Richtung Wilderniss (unserem nächsten Stopp). Doch auf dem Weg erwartete uns natürlich noch etwas: Die höchste Bungee Brücke mit 216m Höhe.

höchste Bungee Brücke der Welt

Spätestens als wir die Brücke gesehen und für den Sprung gezahlt hatten gab es kein Zurück mehr. Damit hörte vor allem für Dennis der Spaß auf. Nicht mehr ansprechbar und vollkommen im Tunnel machte er sich zusammen mit Matze und den anderen auf den Weg zur Absprungstelle. Was die ganze Sache nicht wirklich einfacher machte, waren die dummen Sprüche die vor allem von Mr. Ketterer von hinten angeflogen kamen. Doch diese verstummten beim Erkennen der Höhe sehr sehr schnell. Spätestens jetzt war die Buchse voll! Es sind immerhin 216m.

BungeeBungee

Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, hatten wir wahnsinnigen Spaß dabei und sind alle froh dass wir es durchgezogen haben. Doch das Beste an dieser Aktion war, dass wir es als geschlossene Gruppe gemacht haben und die Erfahrung gemeinsam teilen können.

Wilderniss

Nachmittags in Wilderniss angekommen war das Gesprächsthema wie nicht anders zu erwarten immer noch der Bungee-Sprung. Als der Adrenalinspiegel dann langsam wieder gesenkt war, beschlossen wir den Tag wieder einmal mit einem sehr leckeren Bungee-Braai zu beenden.

Bungee BraaiBungee Braai

Canyoing
Am folgenden Tag trennte sich zum ersten Mal unsere Reisegruppe. Matze Meier und Dennis entschlossen sich für die etwas abenteuerliche Variante. Nachdem der Morgen gemütlich begonnen wurde machten wir uns auf zu einer Canyoning Tour. Unser Guide Greg holte uns direkt an unserem Backpackers ab. Nach einer rund 15 minütigen Fahrt ging es in voller Montur in das kalte Nass. Uns erwartete leider eine etwas abgespeckte Version der normalen Canyon-Tour, da der große Canyon zu viel Wasser hatte und es so zu gefährlich geworden wäre.

Canyoning

Nach einem kurzen Weg durch den Fluss kamen wir zu verschiedenen Orten bei denen wir von verschieden Klippen springen und Felsen runter rutschen konnten. Eine lustige Erfahrung um den Adrenalinpegel des Vortags weiterhin aufrecht zu erhalten.

Beach + Cavemen

Nachdem sich Matze und Dennis fürs Plantschen im Wasser entschieden hatten (Und Renni, natürlich habe ich Dennis die Schwimmflügel persönlich aufgepustet das er beim Spielen nicht untergeht) machten wir drei andern (Sabi, Max, Matze) eine kleine Wanderung. Ziel war eine Höhle, die vom sogenannten Caveman mit Muscheln dekoriert war. Das war zumindest die Information die uns mit auf den Weg gegeben wurde. Unser Weg führte uns zuerst über den traumhaften Strand von Wilderniss, der sogar bei bewölktem Himmel eine gute Figur machte. Weiter ging es auf einer stillgelegten Bahnstrecke durch diverse Tunnel.

Cavemen Tour

Beim Caveman angekommen erwartete uns dann ein etwas anderes Bild als wir uns vorgestellt hatten. Die Höhle war nicht nur mit Muscheln dekoriert sondern komplett ausgebaut. Die Bewohner der Höhle, alles Obdachlose, boten uns sofort eine Führung an und zeigten uns die Küche, Schlafzimmer und Bibelzimmer.

CavemenCavemen

 

 

23Oktober
2014

Coffee Bay und Chintsa: Erholung pur

Coffee Bay

Den erste Stop auf unserem Roadtrip nach Kapstadt legten wir in Coffee Bay ein. Den Zielort unserer letztwöchigen Wanderung erreichten wir dieses Mal etwas entspannter per Auto. Die folgenden drei Tage nutzen wir vorallem um die schöne Lage und  Ruhe zu genießen. Die Zeit vertrieben wir uns mit Volleyball und anderen typischen Strandaktivitäten.

Volleyball

Seit langem hatten wir auch mal wieder Zeit ein ausgiebiges Braai zu genießen. Nach aufwendiger Vorbereitung konnte das Gegrillte dann bei passender Location mit Meerblick serviert werden.

Braai

Am letzten Tag in Coffee Bay wollten wir unseren Besuchern mit einer kleinen Wanderung das bekannte Hole in the Wall zeigen. Auf der ca drei stündigen Wanderung zeigte sich ein für bekanntes Bild, was uns aber erneut zum Staunen brachte. Man kann sich an dieser Landschaft einfach nicht sattsehen.

WildcoastWandergruppe WildcoastWildcoast hole in the Wallhole in the Wall

Am Mittag machten wir uns dann auf zu unserem nächsten Stop. Weiter südlich aber immer noch an der Wildcoast...

...Chintsa

Spät Abends kamen wir im BuccANeers Backpackers an. Der Plan war wie in Coffee Bay. Entspannen und schauen was der Tag bringt. Nachts bei unserer Ankunft ahnten wir noch nicht was uns am nächstn Morgen beim Frühstück erwarten würde: die wohl beste Frühstücks-Aussicht.

Frühstück Aussicht

Nachdem wir uns in Coffee Bay etwas warm spielen konnten, bekam der neu gekaufte Volleyball in Chintsa seine erste Spielpraxis. Auf dem Volleyballfeld des Backpacker lieferten wir uns knallharte Matches. Da traf sich es ganz gut, dass an einem Nachmittag der sportliche Part durch gratis Wein aufgelockert und uns so der Übergang zum abendlichen Barbesuch erleichtert wurde.

VolleyballVolleyball Volleyball
Das Highlight dieses Stops war ganz klar die zwei stündlige Quadtour in einem nahegelegenen National Park. Dort heizten wir auf den gut motorisierten Quads über verschiedenen Untergründe. Die Strecke war anspruchsvoller als gedacht und lies unsere Männerherzen höher schlagen. Neben sehr viel Fahrspaß bietete uns der Trip noch eine große Überraschung, als mitten auf der Strecke eine Giraffe vor uns auftauchte. Nachdem unser Guide Gerrit uns gebeten hat die Motoren auszumachen und abzusteigen bekamen wir die einmalige Möglichkeit diesem riesigen Tier so nahe wie noch nie zuvor zukommen. Die anfänglichen Berührungsängste waren schnell abgelegt und jeder traute sich die Giraffe zu streicheln. Max ging sogar noch ein Schritt weiter und sammelte erste homoerotische Erfahrungen, indem er sich von der männlichen Giraffe abschlecken ließ,

Quad-TourGiraffe
Die entspannten Tage an der Wildcoast sind jetzt gezählt und unsere Akkus für die nächsten Wochen auf der Garden Rout aufgeladen.

 

 

 

18Oktober
2014

Tschüss und Hallo!

Nachdem wir uns nach der Wanderung und einer kurzen Regenerationspuase wieder in Lage fühlten unsere Beine zu bewegen, gingen wir auf eine kleine Abschiedstour. Erster Stop war die DUT. Geplant war es zuerst die Noten abzuholen, was aber aufgrund von schon oft beschriebner südafrikanischer Arbeitseinstellung ausfallen musste. Daher konnten wir uns schon früher von unseren stetigen Begleitern des Uni-Alltags verabschieden.

Unsere freundlichen M17-Security Officer von Gate 5 die jeden Morgen eine Freude an uns und unseren Fahrrädern hatten:

Uni-Security

Unser Mitstudent Ben, der uns einige Male bei Testvorbereitungen sehr behilflich war und auch für einen Kirchenbesuch verantwortlich war:

Ben (2. von links)

Am Abend trafen wir uns dann noch mit Steffi, die einzig noch Verbliebene. Sie war auf fast allen unseren Ausflügen mit dabei, die sie uns mit ihren lockeren Sprüchen (vorallem bei steigendem Weinkonsum) versüßte:

Steffi

Willkommen in Südafrika

Donnerstagmittag machten wir uns auf zum Flughafen um unsere drei Freunde abzuholen. Natürlich waren wir auf die Ankunft top vorbereitet. Da wir nicht wussten ob wir nach drei Monaten Südafrika noch erkannt werden, gestalteten wir ein Willkommenschild und positionierten uns damit direkt vor der Ankunftshalle.

HalloHallo ;) Hallo

In Durban verbrachten wir zwei Tage zusammen. Wir zeigten ihnen unser Zuhause der letzten drei Monate und einige Sehenswürdigkeiten (auch Shoppingmöglichkeiten genannt). Auch die hervorragenden Restaurants durften dabei nicht fehlen.
Balu und seine Crew

Der Abschluss in Durban bedeutet den Start unserer Reise Richtung Kapstadt. Wir versuchen uns regelmäßig zu melden;)

15Oktober
2014

Mehr Afrika geht nicht…

Nüchtern betrachtet stand für uns eine viertägige Wanderung über ca. 80 Kilometer entlang der Wildcoast auf dem Programm. Die Wildcoast liegt in der Eastern Cape Provinz bzw. der früheren Transkei. Unsere Route führte uns von Port St. Johns über mehrere kleine Dörfer nach Coffee Bay. Glücklicherweise haben wir unseren ersten Plan die Tour auf eigene Faust zu bestreiten über den Haufen geworfen und eine geführte Wanderung gebucht. Soviel zu den Rahmenbedingungen der letzten Tage.

Mit dem folgenden Blogeintrag versuchen wir wie immer das Erlebte so gut es geht in Worte zu fassen was uns heute allerdings nicht sehr leicht fällt. Denn nicht nur die Landschaft sondern vor allem auch die kulturellen Erfahrungen lassen sich nur schwer beschreiben. Wir geben aber unser bestes…

1. Tag

Nachdem unsere Ankunft am Vorabend regelrecht ins Wasser fiel, machten wir uns schon Sorgen, dass auch die nächsten Tage nicht besser werden. Doch schon beim Frühstück hatten wir eine klare Sicht auf den Indischen Ozean und auch die Regenwolken waren verschwunden.

Frühstücks AussichtFrühstück

Nach dem wir unsere Guide Aya (hieß eigentlich Asanda, aber nachdem wir ihn versehentlich den kompletten ersten Tag mit dem falschen Namen ansprachen war das für ihn OK) kennen lernten startete die erste Etappe. Aya ist ein einheimischer Xhosa und lebt in einem kleine Dorf nähe Port St. Johns. Direkt zu Beginn wartete schon eine der größten Hürden unserer Unternehmung, der schon am Vorabend angekündigte Aufstieg des „Heart-Breaker“. Glücklicherweise erhöhte sich nur unser Pulsschlag, das Herz blieb aber in einem Stück.

Tag1 Tag1Tag1 Tag1Topp of Heart Breaker

Danach folgten einige klein Dörfer, unter anderem das Heimatdorf von Aya und der erste von vielen traumhaften Stränden. Kurz bevor das Tagesziel erreicht wurde musste noch eine Flussüberquerung bewältigt werden. Da wir trocken ans andere Ufer gelangen wollten warteten wir hierfür auch gerne mit unserer gewonnen südafrikanischen Gelassenheit auf unser Boot.

Tag1Tag1Tag1

Gegen späten Mittag erreichten wir unsere Unterkunft. Kein Hotel, Hostel oder Backpackers sondern eine traditionelle runde Lehmhütte (Rondavel). Diese gehört einer einheimischen Familie und lag mitten in einem Xhosa-Dorf. Hier wurde uns das erste Mal klar, dass es hier keine typische Touri-Wanderung gibt. Die folgenden drei Nächte sollten wir bei den Xhosa’s und auch ein bisschen wie die Xhosa’s leben. Dazu muss man sagen, dass die Eastern Cap Provinz, die Heimat der Xhosas, die am schlechtesten entwickelte Region in ganz Südafrika ist. Unser Mittagessen fiel trotz langer Wanderung spärlich aus. Es gab Butterbrot und Tee, an das wir uns allerdings die nächsten Tage noch gewöhnen sollten. Auch die Dusche stellte ein kleines Highlight dar. Diese bestand lediglich aus einem aufgehängten Eimer mit zum Glück warmem Wasser, an welchem ein Duschkopf ähnliches Ventil befestigt war, was im Gesamtbild sehr an eine Gießkanne erinnerte.

1. UnterkunftRondavelDusche

Den Nachmittag verbrachten wir mit unserem Guide in einer nahegelegenen Taverne. Ausgestattet war diese mit einem Billardtisch und genügend Bierkästen als Hocker. Viele der Einheimischen waren sehr interessiert in den ungewohnten Besuch und versuchten mit ihrem gebrochenen Englisch sich mit uns zu unterhalten. Auch wir versuchten uns am Billard, zogen jedoch immer den kürzeren, vielleicht auch aufgrund der für uns ungewohnten Biergrößen.

750 ml Bier

Gut gelaunt ging es zurück zu unserer Hütte in dem bereits das Abendessen wartete. Es gab Hühnchen mit Reis, Bohnen und Kartoffeln. Wie sich später herausstellen sollte verfolgte uns auch diese Kombination die nächsten Tage. Erschlagen von der Wanderung und den vielen neuen Eindrücken viel es uns nicht schwer einzuschlafen und es ging recht früh ins Bett.

2. Tag

Der zweite Tag startet unerwartet mit einem ausgiebigen Frühstück. Neben Spiegelei wurde auch traditioneller Porch serviert, welcher mit Zucker und Milch sehr an Milchreis erinnerte und dementsprechend gut schmeckte. Auch Landschaftlich zeigte sich die Wildcoast wieder in voller Pracht.

Tag2Tag2Tag2Tag2

Auf halber Streck bekam unsere kleine Wandergruppe kurzeitigen Zuwachs. Fünf einheimische Kinder fanden uns so interessant, dass sie sich uns anschlossen und einige Kilometer mit uns gingen.

WeggefährtenWeggefährten

Der zweite Tag stellte sich als kürzester Wandertag heraus und bot dafür die am schönsten gelegene Unterkunft direkt am Meer. Da Aya das Qualifikationspiel der BafanBafana (südafrikanische Nationalmannschaft) für den Afrika Cup nicht verpassen wollte und unsere Unterkunft nicht mit einem Fernseher ausgestattet war, gingen wir in ein nahegelegenes Wohnhaus. Nachdem wir die Mutter des Hauses kennen gelernt hatten und wir mit Bier versorgt waren, setzten wir uns in das nebenstehende Rondavel um dort Fußball zu schauen.

Public Viewing2. Unterkunft

Leider machte uns die Stromversorgung fünf Minuten vor Spielbeginn einen Strich durch die Rechnung und ließ das Public Viewing ausfallen. Wie wir am nächsten Morgen erfuhren machten die Südafrikaner ihren Job besser als die Deutschen und gewannen das Spiel gegen den Kongo mit 2:1.

3. Tag

Auch Tag drei führte uns wieder durch eine wundervolle Landschaft. Was uns vor allem begeisterte war die Unberührtheit der Natur und die herrschende Ruhe. Dazu muss man sagen, dass wir während der kompletten Wanderung auf keinen anderen Touristen gestoßen sind.

Tag3 Tag3Tag3 Tag3Tag3Tag3Tag3

Die Besonderheit des letzten Xhosa-Dorfes war die fehlende Elektrizität. Dadurch werden für uns alltägliche Dinge, wie beispielsweise eine warme Dusche, zu einer kleinen Herausforderung. So mussten wir uns rechtzeitig melden, damit das Wasser über der Feuerstelle aufgewärmt werden konnte. Auch heute konnten wir wieder mit einigen Einheimischen in Kontakt treten und viel über die Kultur lernen. Vor unserem Rondavel versammelten sich noch einige Kinder die uns einen einstudierten Tanz präsentierten.

TanzChefin der 3. Unterkunft

4.Tag

Die Königsetappe. Normalerweise wird die Wanderung in fünf Tagen absolviert, da wir aber nur vier Tage Zeit hatten musste an diesem Tag zwei Etappen zurückgelegt werden. Deshalb starteten wir früh morgens und teilten uns den Weg anfangs mit einigen Kindern die freudig zur Schule liefen.

Schulkinder

Landschaftlich begeisterte uns auch Tag 4, aber seht doch einfach selbst :)

Tag4Tag4 
Tag4Tag4

Aya legte ein gutes Tempo an den Tag, da drei Flussüberquerungen gemeistert werden mussten und die benötigten Boote manchmal länger auf sich warten lassen. Doch da wir sehr gut in der Zeit lagen ließ es die Ebbe zu, den zweiten Fluss ohne Boot zu überqueren. Dachten wir zumindest. Doch mit Aya’s Spruch: Ohh tiefer als ich gedacht habe! Standen wir auf einmal hüfttief im Wasser. Auch die anderen Überquerungen hatten eine Besonderheit. Denn nach dem am ersten Tag das Boot noch motorisiert war, paddelten uns heute Einheimische mit ihren Ruderbooten auf die andere Seite.

FlussFluss Fluss

Völlig fertig aber sehr stolz auf das Geleistete erreichten wir Coffee Bay sogar um einiges früher als gedacht. Von vielen wird Coffee Bay als kleines abgelegenes Dörfchen an der Wildcoast beschrieben, für uns hingegen war die Ankunft wie die Rückkehr in die Zivilisation.

Coffee Bay 

Wir sind froh über diese ungeschminkte kulturelle Erfahrung, woran unser Guide Asanda maßgeblich beteiligt war.

Am Ziel

08Oktober
2014

Wer hat an der Uhr gedreht?

Fragten wir uns heute Mittag um Punkt 12 als wir unserem Dozenten die letzte Klausur mit einem breiten Grinsen in die Hand drückten. Der stressigste Teil der Uni-Zeit ist damit beendet und es warten nur noch einige Förmlichkeiten und Verabschiedungen auf uns.

Damit sind unsere drei Monate in Durban so gut wie vorbei. Dies wurde uns auch spätestens am Samstag bewusst. Nach einem gemeinsamen Abendessen verabschiedeten wir unsere neuen Freunde die sich bereits jetzt schon auf den Weg nach Kapstadt gemacht haben. 

Durban Crew

Die Wochen nach unserer großen "Krüger-Reise" nutzten wir um nochmals unseren Alltag in Durban zu genießen. Neben Rugby standen auch einige Bars auf dem Abendprogramm in denen, mit den anderen Studenten, die letzten Tage in Durban genossen werden konnten. Natürlich musste auch für die Uni und die letzten Klausuren noch einiges gemacht werden.

Hier sind noch ein paar wenige Fotos für die bis jetzt noch kein Platz auf unserem Blog war.

Ferguson Road-unser Zuhause innen Hof (oben Links unsere Wohnung)äthiopischer Kaffee um die Ecke

Am Ende dieses kleinen Beitrags möchten wir euch noch einen Ausblick geben, was in den nächsten Wochen auf uns wartet:)

Ab morgen sind wir für 6 Tage auf Wandertour an der südlich gelegenen Wildcoast. Am Donnerstag den 16.10 also morgen in einer Woche werden wir dann Zuwachs bekommen, auf den wir uns schon sehr freuen.

AAAAAbber an dieser Stelle nicht zu viel.....lasst euch überraschen:)

 

 

 

 

20Sept
2014

Das vielfältige Afrika

Berge, Tiere und Meer erwartete uns auf unserer zweit größten Reise unseres Auslandssemesters.

Swaziland

Die Hauptstadt des kleine unabhängige Königreich Swazilands im Norden Südafrikas war unser erster Stopp. Die Fahrt nach Mbabane wurde uns durch schlecht ausgebaute Straßen (sog. Dirt Roads) im Swaziland, wie auch auf südafrikanischer Seite erschwert. Erschrecken konnte uns das allerdings nicht, denn wie wir im Vorfeld erfuhren sind zwei der letzten drei swazischen Verkehrsminister bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Noch schlechter als die Straßen ist das Mobilfunknetz ausgebaut, weshalb wir unsere Handys lediglich als Taschenlampe verwenden konnten.

Am ersten Tag wanderten wir bei mehr als 30 Grad auf den Sibebe Rock, der größte Granit Felsen der Welt. Auf der Spitze angekommen hatten wir eine klasse Aussicht über Swaziland und genossen unser erfrischendes Gipfelbier:)

BergsteigerSibebe RockGipfelbierSibebe RockSibebe Rock 2

Wieder im Backpackers angekommen erkannten wir, welche Spuren der Berg hinterlassen hatte.

unsere sauberen Füße

Am Abend entschlossen wir uns typisch afrikanisch zu Grillen (Braai) und lernten später an der Bar den Besitzer des Backpackers besser kennen. Von ihm konnten wir viel über Swaziland lernen zum Beispiel erklärte er uns, dass es keinen Montag und Dienstag gibt, denn diese wurden durch einen zusätzlichen Samstag und Sonntag ersetzt.

Braai

Am zweiten Tag gingen wir dann noch in den westlich gelegenen National Park Malolotja. Dieser ist vorallem für seine schöne Landschaft bekannt. Noch aufgewärmt von der vortags Wanderung erkundeten wir auch dieses Park zu Fuß.

ZebrasMalotja WandercrewMalolotja 2

Da es am ersten Abend so schön war heizten wir erneut den Grill ein:)

Unser Fazit für Swaziland lautet: Ein gemütliches Land mit sehr freundlichen Einwohner und einer unbeschreiblichen Landschaft. Auch das Backpackers mit seinem verrückten Besitzern und den anderen Gästen trugen zu einem gelungenen ersten Stopp bei.

Blyde River Canyon

Der Weg zum Krüger National Park führte uns, durch einen kleinen gewollten Umweg, über die Panorama Route am Blyde River Canyon vorbei. Es war wohl eine der eindrucksvollsten Autofahrten unserer bisherigen Reise. Durch diverse Zwischenstopps nahmen wir uns Zeit den Canyon zu bewundern.

Blyde River Canyon Blyde River Canyon 2Blyde River Canyon 3God´s windowBlyde River Canyon 4 Pause

Angekommen in unserer Unterkunft in Hazyview bereiteten wir uns auf die nächsten Tage Safari im Krüger vor.

Krüger National Park

Natürlich durfte auf unserem Abenteuer das wohl bekannteste Reiseziel Südafrikas, der Krüger National Park, nicht fehlen. Zweieinhalb Tage Safari pur! Morgens um 6 ging es ans nächstgelegene Gate an dem wir zum ersten Mal überhaupt auf eine größere Ansammlung von Touristen trafen. Daher dauerte es auch knapp eine Stunde bis wir mit der Safari starten konnten.

Zwei Tage mit insgesamt 24 Stunden Safari zeigten uns die große Artenvielfalt die Afrika zu bieten hat. Festes Ziel war es die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) zu vervollständigen. Am ersten Tag kamen wir dem Ziel schon recht nah, als wir durch eine riesige Büffelherde fuhren, Elefanten uns die Straße versperrten, Nashörner aus nächster Nähe beobachteten und sogar Löwen vor uns die Straße überquerrten. Leider zeigte sich während unseres kompletten Aufenthaltes kein einziger Leopard. So haben wir allerdings noch ein Ziel für unsere nächste Safari und notfalls gehen wir in den Zoo.

Im Nachhinein war die etwas hektische Fahrt am ersten Abend in unser Camp das Highlight der Safari. Hektisch, da wir bis 18 Uhr in unserem Camp angekommen sein mussten, andernfalls wartet eine saftige Geldstrafe. Wir waren allerdings um 17 Uhr noch einige Kilometer von unserem Ziel entfernt und mussten daher etwas zügiger als erlaubt durch den Park fahren. Doch dank freier Straßen bewegten sich ausgerechnet die großen Tiere auf der Straße und interessierten sich recht wenig für unser mangelhaftes Zeitmanagement. Wir erreichten das Camp trotzdem pünktlich um kurz vor sechs.

WasserlochsunriseElefantenherde HyeneKrokodilZebrasauch Pause muss sein Impalas und AffenNielpferd, Nashorn und Elefant auf einem Bild BüffelBüffelherde schau mir in die AugenNashornLöweLöwe 2LöwinLöwin

An einem der vielen Wasserlöcher konnten wir einen kleinen Machtkampf zwischen einem Elefanten und einem Nashorn beobachten. Klarer Sieger: der Elefant, der sich dann gelangweilt abwandte. Hier die dazugehörige Bilderreihe:

Elefant vs NashornGibts en Problem? ne leg dich ruhig in den SchattenNe danke du Schattenparker

Die schlechten Straßen gingen auch nicht an unserem Auto spurlos vorbei. Der Frühsport des zweiten Tags hieß Reifenwechseln. Doch nichtmal das konnte uns unsere gute Laune nehmen:)

Südafrikanisch: einer arbeitet, einer schaut zugute Laune

Nicht fehlen durfte, wie man auf den Bildern erkennen kann, der stilechte "Rangerhut" der immer vom Fahrer zu tragen war. Auch kulinarisch konnten wir einige Tiere die im Park vertreten sind probieren. Unter anderem Kudu-Gulasch, Impala-Grillwurst und Gemsbock-Steak.

Abschließend machten wir am dritten Tag einen geführten Morning-Drive, welcher um 4:30 Uhr startete. Bei diesem gab es jedoch keine neuen Entdeckungen.

Piet Retief

Um den Rückweg zu verkürzen legten wir einen Zwischenstopp auf halber Streck nach Sodwana Bay ein. Wir übernachteten auf einer kleinen abgelegenen Farm an der Grenze zu Swaziland. Dort kühlten wir uns im kleinen See ab und natürlich durfte ein ausgiebiges Braai nicht fehlen.

kleiner SeeBraai

Sodwana Bay

Zum Abschluss ging es zurück ans Meer. Nach 4 stündiger Anreise auf unteranderem 50 km Dirt Road kamen wir in dem kleinen Ort Sodwana Bay an.

Dirt Road

Dort erholten wir uns von den anstrengenden und ereignisreichen Tagen...ja die Tage waren anstrengend

Unser Besuch Malte nutze die hervorragenden Tauchbedingungen und ging für eine Stunde unter Wasser. Uns blieb leider nur das Beobachten vom Boot aus, da das geplante Schnorcheln durch schlechte Bedingungen Wort wörtlich ins Wasser fiel.

Bar mit MeerblickStrand

Ein ganz besonderer Dank geht nach der gelungen Tour an Malte. War ne witzige Zeit mit dir und durch die Maßnahme "Strafkatalog" konnten wir dich auch einigermaßen zügeln:) Wobei zu erwähnen ist, dass der großzügigste Spender in die Strafkassse Dennis hieß.

Durban typisch verabschiedeten wir Malte mit einem lecken Bunny Chow.

 

 

 

09Sept
2014

Über den Wolken...

...muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!

Dieses Mal erlebten wir Südafrika auf eine ganz neue Art und Weise. Nach Safari, Wandern und Surfen nun aus der Vogelperspektive.

Dieses Erlebnis forderte unsere ganze Männlichkeit.  Auch unsere "Lebens-versicherungen" in Form unserer Tandenpartner nahmen uns mit Ihren lockeren Sprüchen nicht umbedingt die Angst. Folgend zwei Antworten die man direkt vor einem Sprung aus 3000 Metern NICHT hören möchte:

Frage: Wie viele Springer sind den hier schon gestorben?
Antwort: Diese Woche noch keiner!
Frage: Hast du mir das Tandemgeschirr auch richtig angezogen?
Anwort: Klar, ich hab mir ein paar Youtube-Videos angeschaut!

Auch auf Schilder dieser Art kann man verzichten.

Warnschild

Trotz dieser Verunsicherungen liesen wir uns von unserem Vorhaben nicht mehr abbringen. In die Luft gingen mit uns zusammen Tobi (DH Student aus Lörrach) und Malte (so ein komischer Kerle aus Schopfheim, der uns am Samstag aus Deutschland nachgereist ist). In Zweier-Teams ging es dann mit einem kleinen Flugzeug auf 3000 Meter Höhe. Was danach folgte ist einfach unbeschreiblich!!

Sprungteam 1: Malte und Dennis

1. SprungteamOhne Worte  Ohne Worte 2  ohne Worte 3zum Glück ging der Fallschirm auf 

Sprungteam 2: Tobi und Matze

Sprungteam 2ahhhhhhh :) Wahnsinn Perfektauch bei Matze ging der Fallschirm auf

Als pflichtbewusste Ingenieure hier noch ein paar physikalische Größen zu unserem Sprung:

Absprunghöhe: 3000 Meter (8000 Fuß)

Beschleunigung: 9,81 Meter/Sekunde²

Max-Geschwindikeit: 220 km/h

Dauer Freier-Fall: 30-35 Sekunden; Je nach Gewicht ;)

Vollgepumpt mit Adrenalin konnte uns keiner mehr das Grinsen aus dem Gesicht nehmen. Da durfte "ein" Bierle natürlich nicht fehlen:)

stolze SkydiverSprungteam 2Sprungteam 1

...selbst auf der Rückfahrt noch am Grinsen.

stolze Skydiver 2

Zum Abschluss hier noch die entstanden Videos unserer Sprünge. Thumbs up and enjoy

Für uns geht es die nächsten Tage auf eine Reise in den Nord-Osten Südafrikas.
Wir melden uns, bis bald

Eure Helden der Lüfte Matze und Dennis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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